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Aktuellste Beiträge: CP-Blog

Beliebte MAG Beiträge

Christopher Paschmanns mit einem 30-Kilo-Karpfen.
Christopher Paschmanns Blog #7: Vertrauen fängt sie alle
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MAG Blogs 14.06.2021

Mindset ist alles, wer mein Buch gelesen hat, weiß bereits, wie ich das sehe. Der Fußballer, der den Druck im Stadion beim entscheidenden Elfmeter in Angst umwandelt und beim Abzug unsicher ist, wird verschießen. Der Angler, der an seinen Fähigkeiten zweifelt, seine Rigs und Baits in Frage stellt, wird am Fisch vorbeiangeln. Klingt das logisch?Vertrauen fängtEs ist logisch. Im Interview für WASSERMANN // Karpfenzeit 2 stellte ich Darrell Peck die Frage, was ihn von anderen Anglern unterscheidet. Seine Antwort war ausführlich und sie öffnete vielen die Augen. Ich will sie hier auf knappe Kernaussagen kürzen: „Ich glaube, dass ich ganz einfach ein anderes Mindset habe. Insofern, dass ich einfach weiß, dass ich meine Qualität als Angler, meine Fähigkeiten durch meinen Willen steigern kann! Ich stelle nicht meine Köder in Frage, auch nicht meine technischen und taktischen Fähigkeiten. Dadurch bleiben 100 Prozent, also meine volle Aufmerksamkeit für die Location. Und nur das zählt!“Gute und schlechte EntscheidungenIch möchte ein Beispiel vom Spinnfischen geben, denn wenn ich eines neben dem Karpfenangeln in all seinen Facetten liebe, dann das Angeln auf große Hechte. Die meisten Hechtangler, die ich kenne, sind auch Ködersammler. Am Wasser unterscheide ich dann gerne zwei Typen: Den Sammler, der ausprobiert und den fokussierten Angler. Der Sammler, der seine Köder ausprobiert, will wissen, wie sie laufen und wechselt dauernd durch. „Ach komm, den wollte ich immer mal probieren.“ So wird willkürlich aus den Boxen gewechselt und Vertrauen kommt nicht auf. Mit Blick auf den Fangerfolg sind die Entscheidungen schlecht. Der fokussierte Angler fischt konsequent den Köder durch, zu dem er volles Vertrauen hat. Ohne Zweifel am Können seines Köders gilt sein voller Fokus dem konzentrierten Angeln. Und wenn dann endlich der ersehnte Biss des Meters kommt, wird sein Anschlag sitzen! Den Köder wird er dann wechseln, wenn es die Situation erfordert: Sehr trübes Wasser? Lärm und Druckwelle! Sich ändernde Lichtverhältnisse? Andere Farbe!Vertrauen aufbauenMan wird nicht mit dem vollen Repertoire an Möglichkeiten, nicht mit der Erfahrungen aus vielen Jahren Angeln geboren. Neues muss also erlernt werden und um es zu lernen, müssen wir uns aus der Komfortzone bewegen. OK, ist das jetzt nicht entgegen der Aussage, an bewährtem festzuhalten? Ist es nicht, denn auch hier setze ich voraus, dass wir in gute und schlechte Entscheidungen unterteilen. Beispiel: Der Futterplatz am Grund läuft nicht, die Fische ziehen offensichtlich nahe der Oberfläche umher. Zig Rigs können die Wende bringen! Bei mir war es so, dass ich von dem Konzept dahinter in der Theorie längst überzeugt war, fehlte nur noch die praktische Umsetzung. Und da gilt es dann: Um Vertrauen in eine neue Methode aufzubauen – bei mir damals das Anwerfen von Fischen, Chod Rigs, Zigs, Single Hookbaits und so weiter – müssen wir ihr eine echte Chance geben! Mal eben ein Stündchen die Zigs zu baden wird es selten bringen. Voller Fokus auf die neue Methode, bis es klappt! Und wenn es klappt, der erste Fisch auf Zigs im Kescher liegt, dann haben wir das Referenzerlebnis, das wir brauchen, um der Methode zu vertrauen. Gutes TimingIm vorausgegangenen Blog hatte ich doch was von aktivem Angeln geschrieben – und auch nicht vergessen, dass ich davon noch berichten wollte. Tatsächlich gibt es da wieder vieles zu erzählen! Warum ich genau jetzt dieses Thema hier im Blog zwischenschiebe? Weil das Timing passt! Die Laichzeit ist entweder noch in vollem Gange oder gerade vorüber, die Hitzewelle bringt die Fische nach oben, mit der anstehenden Ferienzeit steigt der Angeldruck und Trubel am Wasser. Das alles hat Auswirkungen auf das Verhalten der Fische und wer dann aus einem größeren Repertoire an Herangehensweisen voller Vertrauen schöpfen kann, der wird einen sehr erfolgreichen Sommer erleben. So einen wünsche ich euch!   

Christopher Paschmannsbloggt für Carpzilla zum Karpfenangeln
Christopher Paschmanns Blog #6: Motivation
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MAG Blogs 10.05.2021

Ja, wir sind zurück – vorerst. Eigentlich ideal, genau zum in Deutschland sehr späten Frühjahrsanfang und genau in einem der besten Monate zum Karpfenangeln. Doch, um da ganz ehrlich zu sein, so richtig zum Angeln motivieren kann ich mich gerade trotzdem noch nicht…Lucky BastardOK, OK, zugegeben, wenn einer keinen Grund zur Beschwerde hat, dann ich! Fast fünf Monate on the road, den deutschen Winter weit hinter uns gelassen und noch dazu schön weit weg vom täglichen Corona-Irrsinn. Wir haben es uns wirklich nach bestem Wissen und Gewissen gut gehen lassen. Und noch dazu gehen ich in dieses noch junge Jahr mit locker 70 Karpfen und etlichen guten Fischen. Aber beschweren möchte ich mich auch gar nicht. Mir fällt es nur gerade echt schwer, mich wirklich zu motivieren. Und vielleicht kennst du das ja auch gut oder kannst es nachvollziehen.Abschied schwer gemachtSo ging es mir schon früher, zum Beispiel nach einem wunderbaren zweiwöchigen Sommertrip an den Lac de St’Cassien. Das warme, glasklare Wasser, Ruten runter schnorcheln und abgefahrene Cassien-Fische fangen. Dazu gutes Essen und pures Urlaubsfeeling. Man kehrt zurück, schweren Herzens, hat richtig Bock zu angeln, doch der heimische Vereinssee wirkt nicht gerade verlockend im Vergleich zum Cassien.Selten ist besondersNaja, hätte man diese krassen Angelsituationen dauernd, wären sie auch nicht mehr besonders… Schon klar. Jetzt aber braucht es einen Griff in die Repertoire-Kiste, um die Motivation wieder voll aufzubauen. Anglerisches Repertoire versteht sich! Wenn dich nichts weniger motiviert, als wieder genau das immer Gleiche zu machen, was du auch sonst am Vereinssee machst, um auf Fisch zu kommen, dann mache etwas völlig anderes! Raus aus der Komfortzone, der Thrill kommt nicht zu dir, du musst ihn suchen. Also ich, sorry, mir fehlt es ja gerade an Motivation J Und ich weiß auch schon ganz genau, wie ich mir die besondere Situation erschaffe, den Thrill ins Angeln hole: STALKEN!Motivations-BOOSTJetzt schlägt die Stunde des aktiven Angelns! Und wenn mich nach all den Jahren so intensiven Karpfenangelns eines immer noch vor Aufregung zittern lässt, dann ist es der Anblick eines Karpfens im flachen Wasser unweit meines Hakenköders. Mit dieser Angelart hole ich sie sofort zurück, die volle Motivation! Und genau darum war ich seit unserer Rückkehr auch noch gar nicht angeln. Stattdessen aber schon ein paar Mal mit dem Rad oder zu Fuß am Wasser, um genau zu studieren, wo sich die Fische gerade aufhalten und ob sie sich schon in den Arealen zeigen, wo ich sie auf Sicht angehen kann. Tatsächlich ist das bereits einmal vorgekommen und mit dem stetig besseren Wetter kann es sich nur noch um Tage halten. Dann wird es abgehen und darauf freue ich mich wie ein Kleinkind. Fakt ist, ich werde spätestens hier davon berichten!Und da es dann so wunderbar passt, wird es dann auch wieder etwas taktischer und technischer. Denn beim aktiven Angeln, vor allem auf Sicht, sollten wir bloß keine Fehler machen. Gut, dass ich sie alle schon mindestens einmal gemacht habe... Dann kannst du aus meinen lernen. Bis zum nächsten Mal!

Christopher Paschmanns bloggt für Carpzilla und lebt den Vanlifestyle in Spanien beim Karpfenangeln
Christopher Paschmanns Blog #5: kannst DU gut blanken?
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MAG Blogs 12.04.2021

Was ist das bitte für eine Frage?! Eigentlich eine Gute! Denn sie sagt viel darüber aus, was für ein Typ Angler du bist. Ich nehme es vorweg: Ich kann so gar nicht gut blanken! Mich macht das irre. Ich habe schon nach kurzer Zeit Hummeln im H… Typ ungeduldig und so. Keine gute Eigenschaft für einen Vanlifer und Family-Angler…Nicht so meins...Nein, blanken ist so gar nicht meins. Die Geduld habe ich mir in Jahren des effektiven Kurzsession-Angelns mal so richtig abgewöhnt. Wirklich, seit der Geburt meines Sohnes vor sechs Jahren habe ich mich auf top vorbereitete Tagessessions von oft nur wenigen Stunden dressiert. Und da ich es mir oft aussuchen konnte, legte ich diese dann auch am liebsten noch auf die besten Bedingungen – wie Tiefdruck, milde Westwinde und so weiter. Als dann vor knapp vier Jahren meine Tochter dazu kam, optimierte ich dieses Modell erstrecht. Und erlebte auch dadurch in diesen paar Jahren die erfolgreichste Angelei meiner „Karriere“. Erzwungene EntschleunigungMit Entschleunigung und Naturerlebnis, wie wir Aussitzangler es so gerne predigen, geht Effizienz und Effektivität aber nicht immer so gut einher. Und für jemanden, der Bücher über erfolgreiches, optimiertes Angeln schreibt ist es gar nicht so leicht, den Weg über die Zeit und Muße zu gehen… OK, was faselt der Paschmanns denn da? Wodrauf will der hinaus? Ganz einfach: Im Winter aus dem Van und mit der Familie an großen, öffentlichen Gewässern zu angeln, zwingt dich zur Entschleunigung und programmiert den regelmäßigen Blank schon vor. Ich will dir erklären warum. Und natürlich auch sagen, warum das letztlich doch ziemlich gut für mich ist. Und ich weiß, eigentlich sollte ich besser den Mund halten, denn besser auch mal in der Freiheit blanken, als im Corona-Irrsinn daheim festzusitzen... also: SORRY! :-) Ganz schön öffentlichDas Angeln aus dem Auto, besonders aus dem Van, stellt einen echten Luxus dar, ist aber eher in Ausnahmefällen effektiv. Klar, ich habe Bett und Herd an Bord, kann es warm machen und muss kein Camp aufschlagen. Doch einen guten Platz mit Wasserblick zu bekommen, ist alles andere als leicht. Vor allem an den großen, wilden, oft unzugänglichen Gewässern – die eben einen so großen Reiz auf mich ausüben. Wer angelt schon gerne am Parkplatz, oder? Am 5.000-Hektar-See in Spanien jedenfalls ist das auch immer genau der Spot, an dem die Bass Hunter ihre PS-schwangeren Monsterboote slippen, die Familien ihre Ausflüge verbringen, die Belly Boat-Heinies deine Schnüre einsammeln, die Karpfenangler ausladen und parken, die Polizei täglich kontrolliert…you name it! Schwierig das...Mit tiefer Lage, langem Radstand und Übergewicht ist so ein Van jedenfalls nicht das perfekte Fahrzeug, um die vom letzten Regen ausgewaschene Schotterpiste mit Schlaglöchern zum Traumplatz zu nehmen. Und selbst an dem – da von normalen PKWs, zumindest mit spanischem Fahrstil, zu erreichen, findet garantiert an jedem zweiten Wochenende ein „Concurso“ statt (Angelwettkampf). Zusammengefasst: Gute Stellen an „Männerwassern“ mit einem Van zu erreichen, ist fast unmöglich. Oder merke: Allrad, Allterrain, kurzer Radtstand… Ich habe also definitiv ein Tuning-Projekt für den Sommer, mein Ducato wird zum „Swamper-Van“ (google das mal...)! Wenn du schon mit deiner Familie tourst und das Angeln Teil der Sache ist, dann gilt natürlich family first! Heißt: Wenn der Platz gegenüber am Ebro sicher der bessere ist, weil dort das wärmere Wasser aus dem Caspe reinkommt, während sich vor deinen Füßen kaltes Segre-Wasser damit mischt, dann ist er trotzdem ein No Go… denn er liegt den ganzen Tag im Schatten und im Winter heißt das: Dauerfrost! Also: Ruten rüberziehen, mit Steinen ablegen und hoffen. Bei Sturm und harter Strömung im 2.1 Meter-Boot ohne Motor (für mehr war kein Platz, und ja: Ich bin ein VOLLIDIOT! Merke: Nie wieder ohne Motor an solche Gewässer...) eine echte Herausforderung oder schlichtweg zu gefährlich. Ja, das sind echte Luxusprobleme, Klagen auf hohem Niveau und so. Doch wenn du ein ehrgeiziger Angler bist, kannst du es nachvollziehen, oder? Zumindest ein bisschen? Ganz kleines bisschen? Ein ABENTEUER!Ich könnte die Beschwerdeliste noch länger schreiben, das Angeln aus dem Van hat viele Schattenseiten. Doch das will ich nicht. Denn letztlich ist es dann doch der absolute Oberhammer und es soll vor allem um ein ganz großes Learning gehen: Mit der Familie auf ein Van-Abenteuer zu gehen, ist genau das! Ein Abenteuer, bei dem du im Haus auf vier Rädern lebst, von der Stadtbesichtigung bis zur Bergwanderung übers Angeln alles mitnimmst. Das Angeln ist nur Teil des Ganzen, nicht der Mittelpunkt. Und wenn du wieder zuhause bist und anhand der vielen Bilder und Erinnerungen deine Reise Revue passieren lässt, dann sind die dicken Fische nur Erlebnisse am Rande. Der krasse Wegm, den du unbedingt runter wolltest, auf halber Strecke aber auf spitzem Stein und zwischen Schafen drehen musstest, der bleibt genauso in Erinnerung - auf jeden Fall meinem Sohn. Abenteuer eben!Mein anfänglicher Drang, die krassesten Gewässer sozusagen on the fly zu knacken, ist nicht mehr da. Und die Erinnerungen an die großen Erfolge meiner aktuellen Tour sind schön, doch sie verblassen neben den Fängen meines Sohnes. Es hat eine Zeit gedauert, die Brille des Erfolgsanglers gegen die des Müßiggängers zu tauschen – doch es fühlt sich verdammt gut an! Wenn du am Morgen aufwachst, deine Kinder zu dir ins Bett krabbeln, draußen die Störche klappern und die Sonne schon so früh im Jahr ihre Wärme verbreitet, who cares wenn dann mal nichts gebissen hat die Nacht? Ach ja, ganz spannend das: Seit ich es weniger verbissen sehe, beißt es richtig gut und es kam schon öfter richtig dicke. Der freie Kopf und so... Kennt doch jeder, oder?Beweisen muss ich jedenfalls niemandem etwas. Obwohl doch: Meiner Familie, wie wunderbar das Leben am Wasser ist! Und ich bin sowas von dankbar, dass wir das hier erleben können wo doch so viele da draußen gerade sehr unter den Umständen leiden. Haltet durch und lebt den Müßiggang,Christopher Paschmanns P.S.: Übrigens, in „Paschi plaudert“ - einem neuen Podcast-Format auf Carpzilla+ - berichte ich von den Anfängen der Tour, den Ängsten und Problemen an Grenzen und mit Reglements, dem Winterstop am Paylake und der Ankunft am Ebro. Hier geht's zum Podcast:https://www.carpzilla.de/cz-plus/paschi-plaudert/paschi-plaudert-2-privater-boden-15644

Ackermanns Weg: Pop Ups - Wunderköder oder Mogelpackung?
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MAG Blogs 11.09.2017

Ihm ist bisher noch kein Zielfisch entkommen, sein Fangbuch gleicht immer wieder einer Bestandsaufnahme. Trotzdem ist Chris auf dem Boden geblieben und steht mit beiden Beinen im richtigen Leben: Er ist weder Vollzeit- noch stupider Futter-Angler. Neben seiner Familie und der Arbeit im Drei-Schicht-Betrieb fängt er sie, die besonderen Fische, oft trotzdem innerhalb kürzester Zeit - mit seinem ganz eigenen Stil. Bei Carpzilla blickt Chris zurück: auf seinen Weg - den Weg eines Ausnahmeanglers...Verschlafen öffnete ich die Augen. Nichts hatte sich getan, aber irgendwie wusste ich es vorher. Die Fische waren nicht aktiv, das Wetter eher schlecht, unproduktiv. Das zuvor eingebrachte Futter war auch nicht gänzlich vertilgt, nun ja.Ich ließ meinen Blick noch einmal über die „tote“ Wasserfläche gleiten, drehte mich wieder auf die Seite und schlummerte wieder ein. Etwas später war es Andi Heinz, der mich wieder aus dem Land der Träume riss. „Und Acki???“ Erwartungsvoll stand der da, mein kleiner Schlesier und wartete auf eine Antwort. Ich verkündete meinen Blank. Eigentlich nichts Außergewöhnliches an diesem Gewässer, doch manchmal kann man gerade hier mit kleinen Trümpfen noch den ein oder anderen Fisch raus kitzeln.Der Hecht im KarpfenteichBeim Einholen meiner Ruten zuckte meine Poppi-Rute zweimal, ehe sie sich kurz im Halbkreis bog und kurze Zeit später ein richtig dürrer, von der Laich zerrupfter Hecht in die Maschen meines Keschers glitt. Da hatte sich der Pike doch tatsächlich meinen Poppi beim Einholen inhaliert. „Irgendwas beißt ja dann doch noch auf die schwimmenden Dinger“, schoss es mir in diesem Moment durch den Kopf.Nachdem ich meine sieben Sachen wieder im Auto verstaut hatte, fuhren wir kurz in „de Megges“, wenn die Fische schon keine Lust hatten zu fressen, dann übernahmen wir das eben. Zwar war mein Pop-Up an diesem Morgen kein Trumpf, nichts desto trotz sind Pop Ups sehr effektiv, gerade dann, wenn die Fische - aus welchen Gründen auch immer - gerade nicht so in Fresslaune sind.Wunderköder Pop-Up?Ich erinnere mich gerne zurück an vergangene Stunden am Wasser, in denen ich vereinzelte Poppis an aussichtsreichen Stellen ablegte und am Ende mit einem oder mehreren schönen Fischen nach Hause fuhr. Eine recht billige Art Fische zu fangen und mittlerweile auch ein richtiger Trend.Und dies bringt natürlich auch seine Schattenseiten mit sich: In den letzten Jahren wurde so viel wie noch nie mit Pop Ups geangelt - zu jeder Jahreszeit und selbst von solchen Anglern, die den bunten Dingern jahrelang den Rücken gekehrt haben. Die Folge: Die auffälligen Wunderkugeln funktionieren zunhemend schlechter.Warum aber Pop Ups in den letzten Jahren nochmal so einen Hype bekommen haben, verdeutlicht ein Beispiel aus dem letzten Jahr sehr gut: Ich kam wirklich spät ans Wasser, hatte keine Stelle vorbereitet, wenngleich ich es mir eigentlich vorgenommen hatte...Füttern oder Fische fangen?Natürlich kam wieder alles anders als geplant und ich schaffte es nicht zu füttern. Zusammen mit einem Freund wollte ich ein Nächt'chen machen. Er war bereits ein Tag zuvor am Wasser angekommen und hatte auf einem Plateau mitten im See bereits einen richtig schönen Fisch fangen können. Auch mein Kollege hatte auf Pop Ups gesetzt, wenngleich er seinen Spot mit Futter versehen hatte. Netter Weise bot er mir an, die Stelle zu teilen. Der Spot schien zu laufen, doch wollte ich mich nicht ins gemachte Nest setzen und entschied mich für eine andere Stelle.Die eigene Uferkante schien ideal. Ein milder Wind drückte leicht ans Ufer und das ist im Frühjahr ja bekannter Weise ohnehin nicht zu verachten. Die eine Rute verzierte ich mit etwas Futter, die andere kam mit einem kleinen gelben Poppi abseits gelegen zu Boden. Die Stelle war leicht schlammig. Auf solchen Spots fische ich gerne mit Poppis oder zumindest austarierten, leichten Ködern.Oder nur eine Frage der Taktik?Finden sich Fische auf der Stelle ein, ist recht schnell alles aufgewühlt, da geht ein normaler Bodenköder oft unter. Gerade wenn man nicht viel Zeit hat, Fische auszusitzen und auf einen schnellen Biss hofft, machen auffällige Köder eindeutig Sinn. Auch bei dieser One-Night-Session fing ich meinen einzigen Fisch auf dieses leuchtende kleine Teilchen am Untergrund, während mein Bodenköder unberührt bis zum Ende dieser Nacht sein Schlammbad genoss. Und dieser gefangene Fisch war nicht irgendeiner, sondern gleich Schuppi mit Mitte Fünfzig Pfund und damit einer der Top-Fische des Sees! Trotzdem kein Allheilmittel – wetten?Dennoch sind Pop Ups, wie schon Eingangs beschrieben kein Allheilmittel, auch wenn es oft so scheint. Dass es nicht so ist, erkläre ich schon bald an anderer Stelle.Die Spannung steigt!Übrisgens, alle weiteren Teile der Reihe „Ackermanns Weg“ findet ihr auf Carpzilla hier im Überblick:http://www.carpzilla.de/mag/ackermanns-weg

Partner
Nordisch by Nature mit Björn Brockmann von Korda.