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David's Frankreich-Tour mit dem Campervan geht rasant weiter. Dieses Mal möchte er zwei ganz besondere Gewässer abklappern - einen See, der wie eine Oase in der Wüste wirkt, und einen Fluss, in dem ein ganz markanter Spiegler seine Bahnen zieht. Wie es für David ausgeht, erfährst du hier.
weiterlesenIm vorausgegangenen Blog habe ich es bereits angekündigt: Diesmal wird es technisch und taktisch! Passt ja zum Winterangeln – und erst recht zu kommerziellen Gewässern im Winter… Und warum der ewige Kompromiss? Nun, weil ich beim Angeln im Grunde nie so kann, wie ich eigentlich möchte…Völlig überdimensioniertDafür ist die Angelei am Rainbow Lake ein gutes Beispiel. Diesen vielleicht berühmtesten Paylake kennt wohl jeder, oder? Knapp beschrieben: Etwa 40 Hektar groß, voll mit Inseln, von Gräben durchzogen und eher ein gefluteter Nadelwald als ein See. Holz ist hier unter Wasser kein seltener Hotspot, sondern fast allgegenwärtig. Ach ja, fast vergessen: In diesem See schwimmen wahrscheinlich mehr Karpfen jenseits der 25 Kilo als in den meisten Bundesländern Deutschlands. Mit diesen Umständen geht einher, dass man um solide Komponenten nicht rumkommt: geflochtene Hauptschnur, dicke monofile Schlagschnur, dickes, abriebfestes Vorfachmaterial, große, starke Haken, schwere Bleie und Subfloat Montagen. Dazu gibt’s dann echtes „Hook and hold-Angeln“. Nicht die feine englische Art… Und ich weiß sicher, dass diese grobe Herangehensweise Fische kostet. Genau das meine ich mit Kompromiss: Ja, würde man die Sache dort feiner angehen, wären ganz sicher mehr gehakte Fische drin. Doch ohne die grobe Materialschlacht würde man sie selten sicher in die Maschen bekommen. Got it?Überall ähnlichWas sich am Beispiel des Rainbows so gut beschreiben lässt, trifft auf fast alle Gewässer und sogar Angelarten zu. Selbst beim Fliegenfischen würde das feinere Vorfach die Bissfrequenz erhöhen, genauso aber auch die Verlustrate. Auch der Cassien ist da ein gutes Beispielgewässer: Steine, abgerissene Montagen am Grund, dazu viel Holz. Ohne Schlagschnur und robuste Rigs geht es an nur sehr wenigen Stellen mit reinem Gewissen. Doch die machen im oft sehr klaren Wasser wirklich keine gute Figur… Ich glaube, mehr Beispiele sind gar nicht nötig.Rainbow im WinterAm Rainbow ist das Wasser trüb, die hohe Fischdichte und schiere Größe der Karpfen sorgt für ordentlich Konkurrenzdruck unter den einzelnen Tieren, wenn es um Angelfutter geht. Das mischt die Karten etwas neu. Und ich weiß aus der Erfahrung von Freunden, die das Ausnahmegewässer im Sommer beangelten, dass die grobe Kelle den Fischen dann wenig auszumachen scheint. Selbst habe ich den See zweimal im Winter beangelt. Und da war es nicht sonderlich vertrauenserweckend, ein 10-Unzen-Blei an einer groben Subfloat Montage im eisigen Wasser als Falle zu drapieren. Anders formuliert: Meine Wunschvorstellung war, sehr kurze Rigs aus unauffälliger Mono oder aus Fluorocarbon mit an dezenten 3-Unzen-Inline Bleien einzusetzen. Tatsächlich konnte ich es fast genau so beim ersten Trip an einem Spot machen, der nach guter Erkundung tatsächlich keine Hindernisse aufwies und direkt am Ufer lag. Und dieser Spot brachte dann sogar drei von sieben Fischen dieser Session (auf zwei Angler). Im Vergleich zu den anderen, offensichtlicheren Hotspots also ein gutes Ergebnis. Lag das nun an der Tatsache, dass dort sonst selten ein Köder liegt? Oder an der feineren Präsentation?Einfach liegen lassenBei den anderen Ruten mussten wir damals gröber vorgehen. Und ein Trick, der uns in vielerlei Hinsicht als hilfreich erschien, war es, die Rigs einfach lange liegen zu lassen. Ich nutzte Subfloat Montagen mit dünnen Ästen vorm Vorfach auf der Schlagschnur – wie in Karpfenzeit 1 beschrieben – da ich der Meinung war, dass die Fische dieses Sees kein Problem damit haben, wenn sie beim Fressen einen Ast berühren, auf Schnüre hingegen würden sie empfindlich reagieren. Und bei Subfloat Rigs ragt die Schnur eben steil zur Oberfläche. Zurück zur Taktik: Einen Köder nach dem Auslegen länger als die übliche Nacht liegen zu lassen, bietet verschiedene Vorteile. Zunächst mal stören wir das Areal nicht, da wir seltener mit dem Boot hineinfahren. Auch wird sich Sediment über das Rig (ja, auch den Köder) legen, es fällt weniger auf, sieht älter aus, weckt – so die Hoffnung – weniger Misstrauen. Wichtig dabei ist, dass der Köder zur Taktik passt. Mit einem Pellet klappt das nicht. Tigernüsse erschienen uns im Februar dafür als ideal. Übrigens biss der größte Fisch dieses Trips auf genau so ein Nuss-Rig, das bereits seit vier Tagen in einer ruhigen Bucht ausharrte. Ich hatte nur einige wenige Nüsse dazu gefüttert. Mein langjähriger Freund und damaliger Angelpartner Hauke Kleinen und ich teilten uns den Fisch – wie alle dieser Tour – als gemeinsamen Fang. Aber das ist mal einen anderen Blog wert…KontrastprogrammJetzt habe ich viele Zeilen zum Rainbow geschrieben, dabei wollte ich eigentlich auch auf die Situation an einem Big Fish-Gewässer eingehen, an dem im Winter Freiwasserangeln möglich ist: dem Iles3 in Frankreich, den ich zum „sicheren“ Einstieg in meinen aktuellen Roadtrip mit Familie als erstes Gewässer im Dezember 2021 anfuhr. Dann packe ich das und mehr einfach in den nächsten Blog - bis dahin!CP
weiterlesenIhm ist bisher noch kein Zielfisch entkommen, sein Fangbuch gleicht immer wieder einer Bestandsaufnahme. Trotzdem ist Chris auf dem Boden geblieben und steht mit beiden Beinen im richtigen Leben: Er ist weder Vollzeit- noch Futter-Angler. Neben seiner Familie und der Arbeit im Drei-Schicht-Betrieb fängt er sie, die besonderen Fische, oft trotzdem innerhalb kürzester Zeit - mit seinem ganz eigenen Stil. Bei Carpzilla blickt Chris zurück: auf seinen Weg - den Weg eines Ausnahmeanglers...Nach und nach kommt die Wärme wieder zurück in meine Finger. Eigentlich hatte ich meine sieben Sachen längst in der Garage verstaut. Winterpause - Zeit für andere Dinge. Viele Jahre lang hatte ich auf die Winterangelei verzichtet. Es tat gut etwas Abstand von den Begebenheiten am Wasser zu bekommen. Ich startete motivierter ins neue Jahr und genoss die kalte Jahreszeit anderweitig. Die Braunfelsmesse war quasi der Beginn meiner Angelpause.Ein letzter VersuchUnd nun sitz ich da, die Finger über meinem Gaskocher wärmend und ein zufriedenes Grinsen im Gesicht. Angespornt durch die Bilder, die mir mein Freund Uwe vor drei Tage hatte zukommen lassen, musste ich auch nochmal raus. Spontan war er für eine letzte Nacht ans Wasser gefahren und hatte direkt zwei tolle Fische gefangen. Eigentlich hatte ich mit der Saison mit dem Fang des großen Schuppenkarpfens vor einigen Wochen abgeschlossen, nun wollte ich aber doch nochmal einen letzten Versuch wagen.Hinaus in die FinsternisEs war bereits dunkel, als ich mich am Wasser wiederfand. Wie sollte das auch anders sein - typisch für diese Jahreszeit. Eiskalter Wind fegte über die Wasseroberfläche, Reif zierte die abgefallenen Blätter um mich herum. Mit steifen Fingern baute ich mein überschaubares Tackle auf und band mir zwei Rigs. Ein kleiner gelber Poppi an steifem Kombilink auf die eine, ein durchgebundenes Mono mit einem 24er austarierten Sinker auf die andere Rute. Wie vor einigen Wochen wählte ich den gleichen Bereich, an dem ich den großen Schuppi im Herbst fing. Der Auslauf eines Plateaus in 7Metern Tiefe. Schlammig, nahrhaft. Ich war mir sicher, dass sich Fische in dieser Region aufhalten würden.Auf die Stelle kommt es an!Gefüttert hatte ich die letzten Wochen nichtmehr. Um diese Jahreszeit, bei solch kalten Wassertemperaturen ist es wichtig Bereiche zu befischen, in denen die Fische sich aufhalten. Gerade dann, wenn man keinen klassischen Futterplatz bis tief in den Winter vorbereitet hat. Die Fische kommen nicht zu einem, nur weil man beschlossen hat spontan eine Nacht ans Wasser zu fahren. Da liegt es an uns, durch exakte Lokalisation oder Erfahrung die richtigen Bereiche zu wählen.Eine Wolke aus nichts!Bewaffnet mit zwei Eimern, zu je einem Drittel gefüllt mit Grundfutter ohne feste Bestandteile, machte ich mich mit meinem kleinen Plastimo auf den Weg zu dem schlammigen Plätzchen. 4m, 5m, 6m, 7m, Bingo! Über der Stelle füllte ich meine Eimer mit Wasser auf und vermischte den Inhalt zu einer schlammigen Brühe, welche ich im Anschluss einfach über dem Bereich leerte, welchen ich befischen wollte. Ohne den Fischen wirklich Nahrhaftes zu bieten, produziert man so eine doch recht große, attraktive Fläche, stimuliert eventuell vorhandene Fische und bekommt so auf unsere einsamen Hakenköder den ersehnten Winterbiss.Versuch macht klug!Durch die unterschiedlichen Hakenköder bietet man gleich zwei super funktionierende Varianten. Ungern angle ich mit auf beiden Ruten mit dem gleichen Köder. Sind die Fische nicht in Stimmung, kann der auffällige Pop Up vielleicht doch noch einen Biss herauskitzeln, sind die Jungs in Fresslaune, liegt nebenan mein unauffälliger Bodenköder parat. Es ist also quasi für jeden was dabei.Die Narbe als BelohnungIn dieser Nacht war ganz klar der kleine 12mm kleine Pop Up von Vorteil, brachte er mir doch – wie Uwe einige Tage zuvor – ebenfalls zwei schöne Fische - instant, unvorbereitet und dennoch nicht unbedacht. Es lohnt sich immer einen Versuch zu wagen, auch ohne Vorbereitung – von der Lokalisation der Winterreviere mal abgesehen. Denn die ist entscheidend.Allen, die jetzt noch draußen sind wünsche ich dicke, goldene Winterbrummer und einen guten Rutsch ins neue Jahr.Chris Ackermann
weiterlesenDavid bekommt Gesellschaft! Auf seinem Roadtrip quer durch Frankreich sammelt er seine bessere Hälfte ein und zieht gemeinsam mit ihr durchs Land. Nach einem heftigen Tiefdruckgebiet heißt es für die beiden: Neben dem Angeln auch mal Sightseeing! Mehr dazu im neuen Blog!
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